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Neue Studie: Daher erhielten Kinder eine Impfung gegen Narkolepsie

Forscher haben möglicherweise herausgefunden, warum der Pandemrix-Impfstoff, der 2009 für die Schweinegrippe entwickelt wurde, bei Kindern und Jugendlichen zu Narkolepsie führte. Der Grund ist vermutlich ein unglücklicher Zufall.

Es war 2009, bevor die Gefahr bestand, dass sich die Schweinegrippe zu einer weltweiten Pandemie entwickeln würde, da Massenimpfungen mit Pandemrix unter anderem in Schweden durchgeführt wurden. Im folgenden Jahr begannen jedoch Berichte, wonach Kinder und Jugendliche durch den Impfstoff an der Krankheit Narkolepsie erkrankten – einer Krankheit, die plötzliche Schlafattacken und Schlafstörungen verursacht. Laut einem Follow-up der schwedischen Arzneimittelbehörde aus dem Jahr 2011 gab es in Schweden 150 Fälle von Narkolepsie im Zusammenhang mit der Impfung. In Finnland wurde bei Kindern, die mit Pandemrix geimpft wurden, ein neunfacher Anstieg der Narkolepsie berichtet, und in Schweden ist der Anstieg um das Vierfache gestiegen. Nachdem diese Berichte 2010 begonnen hatten, gab es auch starke Kritik an der Massenimpfung.

Forscher unter anderem aus Finnland und den USA glauben nun, dass der Grund, warum der Impfstoff bei einigen Patienten Narkolepsie verursacht hat, entdeckt wurde, schreibt der Wissenschaftsjournalist Per Snaprud in DN.

In Studien wurde Pandemrix mit dem Impfstoff Focteria verglichen, der keine derartigen Nebenwirkungen hervorrief. Was entdeckt wurde, war, dass Pandemrix viel höhere Mengen eines bestimmten Virusproteins enthielt. Es wurde festgestellt, dass dieses spezielle Protein einem Empfänger des Hormons Hypokretin im Gehirn sehr ähnlich ist.

Hypocretin reguliert den Schlaf und die Wachheit im Körper, und die Forscher glauben nun, dass die Ähnlichkeit zwischen dem Protein und dem Empfänger bedeutete, dass einige Patienten Antikörper entwickelten, die sowohl Influenzaviren als auch Heuchler angriffen. Wenn die Empfänger von Antikörpern angegriffen wurden, konnte das Hormon Hypokretin die Wachsamkeit nicht mehr regulieren und zu Narkolepsie führen. Forscher in Finnland haben unter anderem diese doppelt wirkenden Antikörper in Blutproben von zwanzig geimpften Kindern gefunden, die anschließend an Narkolepsie erkrankt waren. Bei diesen Kindern entwickelte sich jedoch auch eine genetische Sensitivität, um die Krankheit zu entwickeln.

Die Tatsache, dass diese schwerwiegende Nebenwirkung übersehen wurde, ist laut Per Snaprud so ungewöhnlich (einer von zehntausend Betroffenen), dass er in regelmäßigen klinischen Studien nicht entdeckt wird. Per Snaprud weist auch sorgfältig darauf hin, dass dieser Grippeimpfstoff zwar in einigen Fällen zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führte, die üblichen Impfstoffe gegen saisonale Grippe sind jedoch erwiesen und als sicherer anzusehen als pandemische Impfstoffe. Es ist auch zu hoffen, dass diese neuen Erkenntnisse bei der nächsten Influenza-Pandemie zu sichereren Impfstoffen führen werden.